Zurück zur Hauptseite Meine Gedichte 1987-1992

Votze


Ich rieche Votze
Weißer Zucker
staubt strahlend weichen Flaum.
Empfindendes Wasser,
Gerüche treibend;
Dein Duft!
Jeder Finger schmerzt,
jeder Gegenstand
ist die dampfende Glut
Deines Aromas.

Ich rieche Votze
Blonder Bär
saugt triefend
dunstenden Saft.
Leuchtendes Blau;
Du Stute,
den Kopf nach hinten geworfen;
die Uhr tickt Takt.

Ich rieche Votze
Mit offenem Mund
läßt Du Deine Quelle schmecken.
Jeder Tropfen Deiner rinnenden Schenkel
verläuft zu Begierde.
Höher !
Der Vorhang dämpft das graue Licht
Blonder Bär
mit Deinen sinnlichen Augen:
Erwarte die Liebe
die Deiner gebührt.

Ich rieche Votze
Du cremst mein Gesicht ein;
ich stülpe meinen Rachen über Dich,
und es schmeckt wie ehrliches Brot.
Weiß rieselnder Schnee
Dein blonder Flaum,
ganz dünn,
zart
bis zum hektischen Wahn.

Ich rieche Votze
Greifen !
Ficken, Bewundern
Um Dich trauern, Dich entblößen
Dich schmecken, Dich essen, Dich trinken
Dich bluten sehn, Dich bluten kosten
Dich streicheln, öffnen, sanft
Gleiten, Gleiten!
Bestaunen, Befühlen
Du nasses Fleisch

Ich rieche Votze
und verliere den Verstand


Buggi 8/12/91