Zurück zur Hauptseite Meine Gedichte 1987-1992

Im Zweiten geschrieben...


I. In Schaudern wächst der Angstkoloß
Zu lieblich tröstenden Sinnen
Gebäre den Mond auf deinem Roß
Schwarze Wälder, die Flut beginnt zu rinnen

II. Dir: in meiner Nacht
Mein: ist das Sein
Sein: sollst Du gleichen

III. Geschwärzt und Verflucht
Der Liebe zu entkommen
Gewischt, geblendet, der Blitz
Zu Hoffnung zerronnen
Vergrabe mein Antlitz
Besuch meine Qual
Vergib meine Hoffnung
Gestückelter Gral
Verblichen in Worten
Charakter zur Macht
Gestützt und gerettet
in glanzweißer Nacht
In Dir auferstanden
Zu schmerzenden Feuer
an Schmerzen sich laben
der Riß im Gemäuer

IV. In Herzscheinleuchte
errötest Du
und blendest, und frißt
zerbohrst meine Kälte
Gewählt, getragen
Zuneigung
in Gesten gehüllt
Geliebt
durch Dich zergangen
in lähmender Blöße
gesprengt
und zerstaubt das Vertrauen
Verbote beflügen
den trunkenen Geist
zerbrandete Logik
zu Sehnsucht erbaut
befestigt
gewölbt
der Zweifel zerstaut

V. Durch dunkle Gänge gewanderter Schein
Durch Katzenaugen beleuchtete Haut
Dein Schmerz wird meine Hoffnung sein
Die Komplexe verschüttet und Ängste verbaut
Siehe! Deinen Haß wirst Du bald zerkeuchen
Gefangen zum wogenden rhythmischen Traum
Besessen, in Dir verwurzeltes Leuchten
Der Schrei der Erlösung, gespiegelter Raum


... in Liebe Verblieben
... durch Tiefen geführt
... in Höhen geschnürt.



Buggi 5/3/90, 6/4/90