Zurück zur Hauptseite Meine Gedichte 1987-1992

Geordnetes Chaos


Ich sehe einen Wald. Die Hasen klettern auf die brechenden Bäume,
die Eichörnchen graben einen Bau.
Das Chaos
Im Wald
Das Chaos
In der Stadt
Volle Straßen
in einer Stadt
deren Einwohner
gleich sterbenden Seelen
gelangweilt,
im trostlosen, grauen Trott des Alltags gehen.
Wir schweben im Nebel der Einsamkeit
gleich einem Surfbrett
ohne Segel.
Die Meeresströmung entfernt
das Ufer
immer weiter
und weiter.
Die Realität versinkt
Wir flüchten
in unsere Träume
deren Inhalt wir nicht verstehen
da wir ihn nicht erleben
Wir flüchten
hinter unsere Masken
deren leere Gedanken unsere Routine fördern.
Wir flüchten
in unsere soziale Stellung
Sie ist bekannt,
vertraut,
so sicher und langweilig
wie ein Stück Fels
Jetzt stehst du in der Ungewißheit,
fern von allem vertrauten
gerädert von fremden Gedanken
doch bald
wirst du ihn wiederfinden
deinen Alltagstrott


Buggi 3'88